Renate Schoof

Wo sich immer ein Ausweg findet“ titelte eine Rezensentin zu meinem Kinderroman „Mit Oma am Meer“. Das könnte als Motto über vielen meiner Bücher stehen, denn wie im richtigen Leben müssen Kleine und Große mit Herausforderungen umgehen lernen. Selbst um eine Freundschaft zu schließen, braucht es Mut und Empathie. Lesen kann Probehandeln sein und den Mut stärken, zu sich zu stehen, den eigenen Weg zu gehen.

Für mich gehören lesen und schreiben, vorlesen und Geschichten erzählen von Kindheit an, so selbstverständlich zum Leben wie essen und trinken. Als gelernte Buchhändlerin machte es mir Freude, Menschen mit den zu ihnen passenden Büchern zusammenzubringen. Weil mich Kinderbücher und der Prozess des Lesenlernens faszinierte, studierte ich nach zwei interessanten Jahren als Dokumentarin bei der Deutschen Presse Agentur in Hamburg, an der Pädagogischen Hochschule in Lüneburg und arbeitete dann neun Jahre als Lehrerin an der Nordsee und in Bremen.

Obwohl ich gern Lehrerin war, überwog der Wunsch, das Schreiben zum Beruf zu machen und Sprache und Literatur tiefer zu verstehen. Während eines Germanistikstudiums entstanden dann Kinderromane und Bilderbücher. Inzwischen sind neben Rundfunksendungen und Beiträgen, in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien dreißig Bücher für Kinder und Erwachsene erschienen, darunter die Longseller:

Einer gewinnt immer! Fußballgeschichten ab 6 Jahre (1. und 2. Schuljahr)

Mit Oma am Meer Freundschaft zwischen Kindern aus unterschiedlichen Milieus (3. und 4. Schuljahr, dazu Unterrichtsmaterialien zu Ausdrucken von meiner Homepage: www.renateschoof.de

W + M = Liebe? und Wiedersehen in Berlin (5. und 6. Schuljahr) Unterrichtsmaterialien dazu gibt es beim Donat Verlag, Bremen.

Klassenfahrt mit Kick bietet Gelegenheit, über das soziale Miteinander und Gegeneinander auf einer Klassenfahrt zu sprechen (5. Schuljahr).

In Lesungen mache ich Kindern bewusst, wie leicht es ist, zuzuhören, wenn das Vorgelesene von einem inneren Film (Kopfkino) begleitet wird. Ich rege zum Mitdenken und altersgemäßen Mitmachen an. So kann jede Lesung, auch durch das von Fragen und Antworten geprägte Gespräch mit den SchülerInnen, zu einer die Leselust fördernden Begegnung werden.